Konzert


Sonntag, 31. März 2019, 19.00 Uhr

Karl Jenkins

 

Stabat Mater

 

Sandra Fechner, Alt

Kammerorchester Hannover
Kantorei Herrenhausen
Leitung: Martin Ehlbeck


Mittwoch, 27. März, 19.30 Uhr

Werkeinführung in das Stabat Mater

Referent: Martin Ehlbeck
im Gemeindehaus der Herrenhäuser Kirche, Hegebläch 18

Plakat

Presse

Hannoversche Allgemeine
01.04.2019, haz.de
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Über das Werk

Das Stabat Mater ist ein mittelalterliches Gedicht, das die Mutter Jesu in ihrem Schmerz um ihren Sohn, um den gekreuzigten Jesus als zentralen Inhalt hat. Die Verfasserschaft ist ungeklärt. Der Text wurde oft vertont. 2013 hat die Kantorei Herrenhausen das Stabat Mater von Dvorak aufgeführt.

Das Oratorium beginnt mit einem Triumphgesang der Israeliten für den Sieg über die Philister, bei dem David Goliath besiegt hat.

Die Komposition von Karl Jenkins für Chor und Orchester wurde 2008 unter seiner Leitung in Liverpool uraufgeführt wurde. Der walisische Komponist Jenkins ergänzt das lateinische Gebet durch vertiefende Texte in mehreren Sprachen. Wie in vielen anderen seiner Werke gibt es sowohl traditionelle westliche Musik (Spätromantik, Filmmusik, Popmusik) als auch andere ethnische Einflüsse in Instrumenten und Singweisen, hier insbesondere aus dem Nahen Osten.

Es handelt sich ganz und gar um ein tonales Stück, was unmittelbar eingängig ist und dem Publikum in der Herrenhäuser Kirche mit Sicherheit gefallen wird.

Jenkins strukturierte seine Komposition in zwölf Sätzen. Sechs von ihnen beruhen ausschließlich auf dem Text des Stabat Mater. Ein Satz ist Ave verum, ein Chorsatz auf das Gebet Ave verum corpus, ein weiterer Satz, And the mother did weep (Und die Mutter weinte) enthält diese eine Zeile, die gleichzeitig englisch, lateinisch, griechisch, aramäisch und hebräisch gesungen wird. Der Text für den Satz Lament (Klage) wurde von Jenkins' Ehefrau Carol Barratt verfasst. Incantation (Beschwörung) wird auf einen Text gesungen, der teilweise frühes Arabisch enthält. Jenkins lässt einige Zeilen auf aramäisch und altarabisch singen und stellt damit einen Zusammenhang zum Umfeld von Maria und Jesus her. Das armenische Rohrblasinstrument Duduk (oder Nay) verstärkt den Bezug mit einem dunklen Klang. Außerdem verwendet Jankins neben dem Symphonieorchester mit Orgel Schlagwerk der Region wie Darabuca, Daf, Moholla. Damit spannt er einen Bogen zwischen der Antike und der Moderne, zwischen Morgenland und Abendland, zwischen verschiedenen Kulturkreisen.

Mit diesem großen Chorwerk wurde der englische Komponisten Karl Jenkins weltbekannt. Grandios aufgebaut sind die Spannungsbögen zwischen aufwühlendem Schmerz und tröstlicher Hoffnung.