Konzert


Freitag, 24. Januar 2020, 19.00 Uhr

Orgekonzert

 

Werke von Bach, Balbastre, Elgar, Messiaen, Lefebure-Wèly und anderen

 

Stefan Klemm, Orgel

© Van Jensen, 2014

Von Johann Sebastian Bach (1685–1750) erwartet Sie das Präludium und Fuge in B-Dur. Das darin enthaltene Fugenthema hat die vier Töne B-A-C-H, also die Namens-Töne des Komponisten. Dies ist das einzige Mal, dass Bach die Buchstaben seines Namens als Töne in einer Fuge vollständig bearbeitet hat. Die B-A-C-H-Fuge in seiner "Kunst der Fuge" konnte er vor seinem Tode nicht vollenden.

Von Claude Balbastre (1727–1799) erklingt eine Suite über Weihnachtslieder, von Edward Elgar (1857-1934) die Sonate Nr.2 op.87 a. Diese Sonate hat heroischen Schwung und schöne Melodien. Die darin enthaltene Fuge ist wunderbar melancholisch.

Louis James Lefebure-Wèly (1817–1869) war zu Lebzeiten Frankreichs erfolgreichster Orgelvirtuose. Er verstand es, die Orgel publikumswirksam einzusetzen, indem er deskriptive Programmmusiken mit brausenden Gewitterszenen, Pastoralen und Tänze spielte. Sie können sein berühmtestes Werk "Bolero de concert op.166" hören. Lefebure-Wèlys Verdienst ist es, dass es ihm als ersten gelungen ist, die Errungenschaften und klanglichen Ressourcen einer symphonischen Orgel, wie wir sie jetzt seit einem Jahr auch in Herrenhausen haben, zu nutzen.

Das Orgelstück von Olivier Messiaen (1908–1992), das Stefan Klemm interpretieren wird, heißt "Apparation de l’Èglise Èternelle" (Erscheinung der ewigen Kirche). Es beginnt mit einem Ganztonschritt, wie meist bei Messiaen harmonisch äußerst reich untermauert, der sich vom leisestem Pianissimo in einem riesenhaften Crescendo zur größtmöglichen Lautstärke entwickelt und wieder zurück. Ein packendes Werk, in dem die visionäre Kraft des Komponisten deutlich wird.

Wir laden sehr herzlich zum Kommen und Zuhören ein. Der Eintritt zu diesem Orgelkonzert ist frei. Im Anschluss hat die Weinstube für Sie geöffnet und lädt zu einem Besuch ein.